Die Bereitstellung klappte hervorragend zum abgesprochenen Termin (08/2001),
den ich in Hinblick auf den allgemeinen Anbindungstermin meiner Straße
und unter Berücksichtigung unserer Urlaubsplanung gewählt hatte.
Einige Tage vorher ging mir ein Schreiben mit den Zugangsdaten und einer
Berechtigungskennung für die Anmeldung einer eigenen Domäne zu.
Zwei Tage vor dem Termin erhielt ich ein Paket mit der Hardware (Splitter und
ADSL-Modem(CISCO) und diversen Kabeln).
Die beigefügte Anleitung war sehr ordentlich, die Anlage konnte problemlos
installiert werden. (Übrigens hängt der ISDN-NTBA hinter
dem Splitter).
Der von der mitgelieferten CD installierte Windowszugang funktionierte auf Anhieb.
Die Konfigurierung des bereits vorher bereitgestellten Linuxservers konnte mit dem
PPPOE aus SuSE 7.2 und 7.3 unproblematisch erfolgen.
Auch beim Aufbau eines neuen Servers mit späteren SuSE-Versionen können
die Angaben gleich mit der Installation gemacht werden.
Achten Sie bei der Einrichtung der Netzwerkkarte darauf, in den erweiterten Einstellungen
die MTU auf einen Wert von 1492 zu setzen.
Es gibt immer noch einzelne Server, die nicht erreichbar sind, wenn Pakete aufgeteilt werden müssen.
Da auch der Datendurchsatz meistens den Erwartungen entsprach, war ich meist zufrieden.
Allerdings wurde die zugesagte Downstreamrate von 5 MBit nicht erreicht.
Offensichtlich ist Hansenet nicht in der Lage, die Altkunden mit etwas älterer Technik
kurzfristig umzustellen.
Nach Arbeiten an der Infrastruktur in unserer Straße bin ich im Februar 2007 zur geringfügig niedrigeren Kosten auf
Alice-Deluxe gewechselt. Es gab einen DSL Router (Siemens SL2-141-I) mit einer Alice-spezifischen Konfiguration.
Danke der Hinweise im
Hansenet-User-Forum konnten einige Anpassungen vorgenommen werden.
Die nominale DSL2 Rate von 16Mbit wird nur zu ca 75% erreicht.
Die zur Verfügung stehenden drei bzw. vier Netzwerkports lassen sich nicht optimal nutzen,
daher wird das LAN via Switch angebunden. Die direkte Anbindung erzeugte haufenweise unsaubere Pakete
("martian sources"), die die Firewalls der angeschlossenen Maschinen belasteten. Unter Linux kann
der Router mit seiner Adresse direkt als Gateway konfiguriert werden, es muss kein zusätzlicher
Routerdämon laufen.
Kundensupport
Ausgesprochen unerfreulich ist die Tatsache, dass von Hansenet/Alice weiterhin "Alt"kunden allgemein schlechter gestellt werden. Die vollmundigen Werbeaussagen zur Ausgestaltung des Produktes (konkret: mehr Postfächer,
Spamfilter) stehen derzeit nicht generell zur Verfügung, kann aber mit einem kostenpflichtigen Zusatzpaket freigeschaltet werden.
Die andauernde Benachteiligung der Bestandskunden wird allgemein beklagt. Für eine Tarifsenkung, die im august 2007 vorgenommen wurde, muss der Kunde auch wieder tätig werden.
Mailkonfiguration
Hier gibt es eine bunte Vielfalt an möglichen Mailservern, es ist offenbar abhängig davon, wann eine Kundenkofiguration erstmals vorgenommen wurde. Postfächer in einer eigenen Domäne laufen offenbar weiterhin über "webmail.hansenet.de", trotz abweichender Mitteilungen.
Die Mailserver machen seit Monaten einen überlasteten Eindruck, die Anmeldung ist manchmal schlicht unmöglich.
CGI/PHP-Unterstützung
Laut aktueller Dokumentation wird Perl und mittlerweile auch PHP
unterstützt, dies ist offenbar den Geschäftskunden vorbehalten.
Jedoch findet sich kein Hinweis auf MySQL .
Meine Seiten werden unter PHP erstellt und via »Quelltext-Ansicht« als .html exportiert,
ein etwas mühseliges Vorgehen.
Für Privatkunden ist auch keine Erweiterung des Web-Space vorgesehen.
Für Durchsatzmessungen kann man
http://www.dslreports.com/stest
verwenden.
Eine gute Anleitung zur Installation findet sich bei
www.adsl4linux.de/
mit Angaben zu verschiedenen Distributionen (auch für andere DSL-Provider.
Hilfreiche Informationen kann man im
http://www.hansenet-user-forum.de/ finden.
Analysen des Netzwerkes ermöglicht http://www.speedguide.net/.
Hier finden sich auch Tools zur Einstellung von MTU / MSS unter diversen Windows-Clienten
in den Abgründen der Registry.